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Humboldt-Universität zu Berlin - Humboldt-ProMINT-Kolleg

Hinweise für das Führen eines Protokollbuchs (Praktikumstagebuchs)

Ein wichtiger Bestandteil eines orndungsgemäß durchgeführten Forschungspraktikums sind die täglichen Aufzeichnungen im Protkollbuch. Dazu gibt es einige Regeln, die zu beachten sind.

Über die experimentelle Tätigkeit in einem Forschungslabor muss detailliert und kontinuierlich Buch geführt werden. Dies geschieht in einem gut geführten Labor durch tägliche, genaue Aufzeichnungen zur Planung und Durchführung der Experimente, Arbeitsabläufe, Ergebnisse, Auswertungen, Schlussfolgerungen.

Als Praktikant(in) sollen Sie nach diesem Grundkonzept speziell über Ihre Tätigkeit Buch führen. Das erfolgt handschriftlich in einem eigens diesem Zweck gewidmeten Heft. Beschafften Sie sich dafür vor Beginn des Praktikums ein DIN A4 Heft (am besten kariert), dessen Seiten Sie durchnummerieren  (am oberen oder unteren Rand). Ein solches Protokollbuch ist ein Dokument, das die aktuellen Abläufe im Labor direkt reflektiert (mit Datum und Uhrzeit) und über Ihre Tätigkeit und deren Ergebnisse berichtet. Es ist keine Übung im Schönschreiben, sollte aber lesbar, klar und übersichtlich sein. Nachträgliche Korrekturen sind durch Streichungen und ggf. durch entsprechend begründende Rand-Notizen kenntlich zu machen. Seiten dürfen nicht entfernt werden.

Das Protokollbuch dokumentiert gewissermaßen die Kompetenzbereiche "Erkenntnisgewinnung", "Kommunikation" und "Bewertung" im Rahmen Ihrer Praktikumsarbeit in ursprünglichster Form.  Es sollte daher so geschrieben werden, dass Sie (aber im Zweifelsfalle auch Dritte) ihre Handlungen, die beobachteten Ergebnisse und Schlussfolgerungen im Prinzip auch zu einem späteren Zeitpunkt im Detail nachvollziehen können.  Dazu gehören je nach Situation im Labor auch Skizzen der verwendeten Apparaturen, Diagramme zur Erläuterung des Arbeitsablaufs oder der verwendeten Computerprogramme, und natürlich auch beispielhaft Graphiken zu den experimentellen Ergebnissen.  Häufig sind auch Hinweise auf relevante Literatur oder sonstige Dokumente wie Gebrauchsanleitungen von Geräten nützlich.

Letztlich dient solch ein Protokollbuch natürlich auch Ihrem eigenen Verständnis dessen, was Sie im Praktikum tatsächlich tun -- denn Sie sollten sich im Idealfalle über Sinn und Zweck jedes Einzelschritts im Klaren sein. 

Das oben Gesagte ist natürlch, angesichts der Kürze eines 4 wöchigen Praktikums, eine in der Praxis kaum zu erreichende Idealdarstellung eines Protokollbuchs. Versuchen Sie aber, sich an diesem Konzept zu orientieren. Typischerweise wird man je Praktikumstag nicht mehr als ein oder zwei Seiten aufschreiben.  Umfangreiche Darstellungen von Ergebnissen kann man ggf. als Anhang beifügen (sofern diese nicht vom Laborleiter als geheim eingestuft werden).